Wie kann ich Autodiebstahl verhindern?
Nützliche Tipps, um dein Fahrzeug zu schützen, denn wir alle fragen uns häufiger: Wie kann ich Autodiebstahl verhindern?

Viele Autobesitzer*innen fragen sich: Wie kann ich Autodiebstahl verhindern? Viele Automarken sind bei Autodieben heiß begehrt. Meisten werden aber Autos nicht selbst geklaut, sondern aufgebrochen. Laut dem Gesamtverband der Versicherer (GDV) wurden im Jahr 2016 18.227 Autos mit einem Schadenaufwand von fast 300 Millionen Euro gestohlen. Das ist nicht wenig – und insbesondere da die Diebe immer geschickter zu werden scheinen, fürchten viele private Halter um ihre Fahrzeuge. Doch lässt sich ein solcher Diebstahl überhaupt verhindern? Und wie kann man sein Auto bestmöglich schützen, um Diebe gar nicht erst in Versuchung zu führen?
All diese Fragen rund darum, wie du Autodiebstahl verhindern kannst, beantworten wir dir auf den nächsten Seiten ...

Trick #1: Ab in die Garage
Es klingt sehr simpel, ist aber meistens am effektivsten, das Auto immer in einer abschließbaren Garage abstellen. Denn die meisten Autodieb*innen machen sich über Autos her, die unbeobachtet in dunklen Straßen leicht zugänglich aufzubrechen sind. Falls du keinen Garagenstellplatz zur Verfügung hast, stelle dein Auto am besten stets an gut beleuchteten und belebten Straßen ab. Anonymität ist der Freund des Autodiebstahls, weshalb mehr Einsichtbarkeit immer ein Abturner für Langfinger ist.
Auf den nächsten Seiten geht es weiter ...

Trick #2: Lenkrad abschließen
Ohne ein funktionierendes Lenkrad ist es für Autodieb*innen fast unmöglich ein Auto ohne einen weiteren Wagen zu stehlen. Daher ist es ratsam, das Lenkrad immer zu sichern. Aber wie geht das am besten? Achte immer darauf, dass das Lenkradschloss einrastet und besorge dir eine mechanische Sicherung wie zum Beispiel eine Lenkrad- oder Parkkralle.
Auch der nächste Tipp ist Gold wert ...

Trick #3: Zugang zur OBD-Schnittstelle verschließen
Auch bei der Elektronik solltest du aufpassen, dass diese nicht einfach zur Verfügung steht, wenn man sich deinem Auto nähert. Deshalb: Verschließe den Zugang zur OBD-Schnittstelle mit einem Schloss. Über diese können nämlich nicht nur Daten bezogen, sondern auch Befehle an das Fahrzeug gesendet werden. Damit fällt es Dieb*innen besonders leicht, deine Auto zu stehlen.
Bei dem nächsten Trick schlampen leider einige Autobesitzer*innen ...

Trick #4: Fenster und Türen verriegeln
Eine der einfachsten und dennoch oft vernachlässigten Maßnahmen zur Diebstahlprävention ist das ordnungsgemäße Verriegeln von Fenstern und Türen. Auch wenn es offensichtlich erscheinen mag, unterschätzen viele Autobesitzer*innen die Bedeutung dieser Maßnahme. Selbst ein kleiner Spalt im Fenster kann einem Dieb die Möglichkeit geben, das Fahrzeug zu öffnen. Stelle sicher, dass alle Fenster vollständig geschlossen sind, bevor du das Auto verlässt, und dass die Türen sicher verriegelt sind. Besonders bei älteren Fahrzeugmodellen ohne automatische Schließsysteme kann es sinnvoll sein, sich eine Routine für das manuelle Abschließen anzueignen.
Der nächste Tipp zeigt, wie moderne Technik helfen kann, Ihr Fahrzeug zu schützen...

Trick #5: Auto mit einem GPS-Ortungssystem nachrüsten
Ein GPS-Ortungssystem kann ein wertvolles Instrument zur Sicherung deines Fahrzeugs sein. Im Falle eines Diebstahls ermöglicht es dir, den Standort deines Autos in Echtzeit zu verfolgen und den Behörden dabei zu helfen, es bald sicher wiederzufinden. Diese Systeme sind mittlerweile kostengünstig und einfach zu installieren. Viele Anbieter bieten auch die Möglichkeit, Benachrichtigungen zu erhalten, wenn dein Fahrzeug unautorisiert bewegt wird. Ein weiterer Vorteil: Ein GPS-Ortungssystem kann auch bei der Versicherung des Fahrzeugs Vorteile bieten, da es die Chancen auf eine Wiederbeschaffung erhöht.
Doch es gibt auch technische Systeme, die lieber deaktiviert werden sollten...

Trick #6: Keyless Komfortsystem deaktivieren
Das Keyless Komfortsystem, das das schlüssellose Öffnen und Starten des Fahrzeugs ermöglicht, ist zwar praktisch, stellt jedoch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wie bereits erwähnt, können Autodiebe das Funksignal abfangen und sich Zugang zum Fahrzeug verschaffen. Um dies zu verhindern, solltest du erwägen, diese Funktion zu deaktivieren, wenn dein Auto in einer unsicheren Umgebung steht. Viele moderne Fahrzeuge bieten die Möglichkeit, die Keyless-Funktion über den Bordcomputer oder durch einen Besuch in der Werkstatt zu deaktivieren.
Ein weiterer Sicherheitsaspekt betrifft den Umgang mit den Schlüsseln selbst...

Trick #7: Autoschlüssel nie am Schlüsselbrett aufbewahren
Ein häufiger Fehler vieler Autobesitzer*innen ist das Aufbewahren der Autoschlüssel an leicht zugänglichen Stellen wie einem Schlüsselbrett in der Nähe der Haustür. Dies erleichtert es Dieben, die möglicherweise ins Haus eindringen, die Schlüssel schnell zu finden und das Auto zu stehlen. Stattdessen solltest du die Schlüssel an einem sicheren Ort aufbewahren, der nicht unmittelbar einsehbar ist. Eine kleine Schlüsselsafe-Box oder ein abschließbarer Schrank kann hier Abhilfe schaffen.
Zum Abschluss noch ein Tipp, der oft unterschätzt wird...

Trick #8: Ersatzschlüssel niemals am Auto aufbewahren
Viele Autobesitzer*innen verstecken einen Ersatzschlüssel am Fahrzeug selbst, um im Falle eines versehentlichen Aussperrens wieder Zugang zu haben. Diese Praxis ist jedoch extrem riskant, da erfahrene Diebe häufig wissen, wo sie nach einem versteckten Schlüssel suchen müssen. Stattdessen solltest du den Ersatzschlüssel bei einer vertrauten Person oder an einem sicheren Ort außerhalb des Fahrzeugs aufbewahren. Solltest du dich dennoch einmal versehentlich aussperren, können Schlüsseldienste oder moderne Apps von Automobilclubs schnelle Hilfe bieten.
Viele Autobesitzer*innen fragen sich, ob sich ein elektronisches Sicherungssystem lohnt ...

Lohnt sich ein elektronisches Sicherungssystem?
Eigentlich sind elektronische Wegfahrsperren seit Ende der 90er Jahre Pflicht in Neuwagen. Nach dem Abschalten der Zündung aktivieren sie sich normalerweise automatisch und werden erst wieder durch einen RFID-Chip im Zündschlüssel aufgehoben. Viele Diebstähle konnten dadurch zwar verhindert werden, doch professionelle Langfinger, die meistens keine Einzeltäter und in Banden organisiert sind, wissen diese dank neuster technischer Möglichkeiten zu umgehen. Hundertprozentige Sicherheit vor Autodieben besteht also nie – aber wo gibt es die schon?
Doch die Autodiebe entwickeln immer neue Tricks...

Das sind die neuen Tricks der Autodiebe
Beide Tricks funktionieren über die moderne Technik, die inzwischen in vielen Autos verbaut ist. Eine davon ist der Keyless Go. Das ist eine Funktion im Autoschlüssel, die es ermöglicht, das Fahrzeug ohne einen Knopf am Schlüssel drücken zu müssen, zu öffnen. Das Fahrzeug schließt automatisch auf, wenn sich der Besitzer mit dem Schlüssel dem Auto nähert. Das klingt an sich praktisch, bürgt allerdings eine tückische Sicherheitslücke, denn mit zwei technischen Geräten können Autodiebe das Signal austricksen und dem Auto suggerieren, das der Schlüssel sich näher am Auto befindet als er es eigentlich tut. Das funktioniert beispielsweise, wenn das Auto vor der Haustür steht. Dann positioniert sich einer der Diebe am Auto, ein anderer vor der Eingangstür und schon kann das Auto geöffnet werden.

Autodiebstahl: Was ist ODB?
Eine andere Möglichkeit für Diebe, um ein Auto zu stehlen ist die sogenannte ODB-Buchse. ODB steht für On Board Diagnose und diese hilft Werkstätten nach Fehlern zu suchen bei der Reparatur eines Autos. Aber auch hier bieten sich Sicherheitslücken, denn wenn sie über technische Gerätschaften in der Lage sind eine Verbindung zu ihr herzustellen, können sie ohne Weiteres die Wegfahrsperre deaktivieren.
Doch es gibt gegen diese Tricks auch gute Schutzmöglichkeiten...

So funktioniert ODB
Für die ODB-Buchse gibt es beispielsweise ein spezielles Schloss, das man sich dazukaufen kann. Auch hier gibt es natürlich keinen hundertprozentigen Schutz, allerdings erhöht es die Sicherheit noch einmal deutlich. Ebenso ist der Griff zum klassischen Autoschlüssel ohne die Keyless Go-Funktion doch die sicherere Variante. Zudem lässt sich von Werkstätten oder auch manuell über den Bordcomputer des Autos die Funktion zumeist wieder deaktivieren.
Und sind wir mal ganz ehrlich: Einmal auf den Knopf zu drücken um sein Auto zu öffnen ist den zusätzlichen Schutz doch allemal wert, oder?