So fährt das Kind sicher im Auto mit
Darauf solltest du achten!

Wer Kinder hat und mit ihnen häufig mit dem Auto unterwegs ist, der muss sich zwangsläufig Gedanken um die Sicherheit des Nachwuchses machen. Das ist auch absolut berechtigt, denn im Falle eines Unfalls sind die Kleinen deutlich gefährdeter als Erwachsene. Um sie keiner Gefahr auszusetzen, gibt es einige Dinge zu beachten.
So gewährleistest du die Sicherheit deines Kindes im Auto:

Erster Schritt: Der richtige Kindersitz
Bei der Auswahl eines geeigneten Kindersitzes sollte die Sicherheit an absolut erster Stelle stehen. Wichtig ist, dass der entsprechende Sitz TÜV-geprüft ist und zum Gewicht deines Kindes passt. Insgesamt gibt es fünf Sitzklassen, in die Sitztypen gestaffelt sind. Es geht los mit der Babyschale bis zur Gewichtsgruppe von 36 Kilogramm. Zunächst solltest du nicht das Alter, sondern die Gewichtsangaben beachten!

Welcher Kindersitz passend ist, richtet sich in erster Linie danach, wie groß dein Kind ist und wie viel es wiegt. Daran wird das Gurtsystem nämlich angepasst. Wenn du einen Kindersitz kaufst, solltest du herstellerunabhängige Ratgeber um Rat fragen. Zum Beispiel testen der ADAC sowie die Stiftung Warentest jährlich gemeinsam mehrere Kindersitze auf Sicherheit, Verarbeitung sowie Bedienung.

Ab wann dürfen Kinder auf dem Beifahrersitz sitzen?
Für den Beifahrersitz bei Kindern gibt es keine generelle Altersbeschränkung. Der Kindersitz muss jedoch dafür ausgestattet sein und entsprechend fixiert werden können. Es ist nicht zulässig, die Babyschale lediglich abzustellen.Ab 12 Jahren dürfen Kinder schließlich ohne Kindersitz auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Jedoch müssen sie hierfür zudem eine Körpergröße von mindestens 1,50m haben.

Wie sieht es mit den Airbags aus?
Hierzu gibt es eine Faustregel: Sofern sich das Kind in einem Kindersitz befindet, darf der Airbag nicht aktiviert sein. Die Wucht des Airbags kann im Fall eines Notfalls zu lebensbedrohlichen Kopf- und Halswirbelsäulenverletzungen führen. Zudem steht es unter Strafe, diese Regel zu missachten! Bei einem Kind, das groß genug für den Beifahrersitz ist, darf der Airbag aktiviert bleiben.

Das solltest du bei Fenstern und Türen beachten
Wenn dein Kind besonders neugierig ist, ist die Gefahr stets groß, dass es sich an Türen, Fenstern oder am Schiebedach verletzt. Besonders groß ist die Gefahr einer eingeklemmten Hand oder eines Fingers deshalb, weil sie Bedienbarkeit von Fensterhebern überaus einfach ist. Moderne Fensterheber, also bei Fahrzeugzulassungen ab 2003, sind mit einer Tipp-Automatik ausgestattet. Das bedeutet: Sobald der Sensor beim Öffnen oder Schließen auf einen Widerstand stößt, stoppt die Automatik.

Grundsätzlich sind bei den heutigen Fahrzeugen auch die Autotüren mit einer entsprechenden Kindersicherung ausgestattet. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein und in deinem Fahrzeug fehlt eine solche Sicherung, solltest du das Kind während der Fahrt nicht unbeaufsichtigt lassen. Jedoch kann dabei die Zentralverrieglung helfen, die ebenfalls das Öffnen von Türen verhindern kann.

Das solltest du beim Gepäck beachten
Wir wissen eigentlich alle, dass bei einem Auffahrunfall oder ruckartigem Bremsen Gepäckstücke aus dem Kofferraum in das Innere des Autos rutschen können. Daher ist es besonders wichtig, das Fahrzeug so zu beladen, dass diese Gefahr ausgeschlossen werden kann. Zum Beispiel kann ein Netz oder Gitter zwischen Kofferraum und Rückwand befestigt werden. In dieser Hinsicht gibt es viele Alternativen.

Grundsätzliche Regeln während der Fahrt
Wichtig es ist es vor allem, dass die Kleinen den Fahrer während der Fahrt weder ablenken noch aus Spaß erschrecken. Daher ist es immer wichtig, sich bereits im Vorfeld Gedanken um die Beschäftigungsmöglichkeiten zu machen. Wenn ein Beifahrer dabei ist, eigenen sich vor allem Gedächtnisspiele oder Ratespiele.

Wenn das Kind schon etwas älter ist, empfiehlt es sich, ein Buch mitzunehmen oder ein Hörspiel runterzuladen. Im heutigen Zeitalter ist es auch durchaus machbar, einen Film herunterzuladen, den sich die Mitfahrer schließlich auf einem Tablet oder Laptop ansehen können. Heute gibt es diesbezüglich zum Glück unzählige Varianten, um die Kinder bei Laune zu halten!